B2B-E-Commerce Studie 2016 zeigt Herausforderungen

B2B-E-Commerce: Neue Studie zeigt Herausforderungen für die Buchhaltung

Die neue Studie zum B2B-E-Commerce in Deutschland zeigt, dass sich B2B-Unternehmen noch nicht für den Online-Handel gerüstet fühlen. Gerade auf die Buchhaltung in einer B2B-Firma warten große Herausforderungen, wie z.B. die Absicherung gegen Forderungsausfälle oder das schnelle Fällen von Kreditentscheidungen für Neukunden. Lesen Sie jetzt die wichtigsten Ergebnisse aus der B2B-E-Commerce-Studie 2016!

Als Agentur, die vor allem mittelgroße und große B2B-Unternehmen als Kunden im Bereich E-Commerce und Digitale Transformation begleitet, sehen wir häufig auch die Stolpersteine beziehungsweise die „vermeintlichen“ Stolpersteine auf dem Weg zum digitalen B2B-Business. In einem Unternehmen, welches bisher ausschließlich im Offline-Handel tätig war und seine Produkte nun auch auf einem B2B-Marktplatz anbietet, entstehen nicht nur im Bereich der IT oder dem Marketing ganz neue Herausforderungen. Eine Abteilung, die oft gar nicht betrachtet oder erwähnt wird, ist die Buchhaltung.

Gerade der Finanzbereich ist ein entscheidender Erfolgsfaktor im Rahmen der Digitalen Transformation des Unternehmens. So muss sich die Buchhaltung mit den neuen Zahlarten wie PayPal oder Kreditkarte und auch mit den Risiken bzw. mit der Risikominimierung im E-Commerce beschäftigen. Hier wird beschlossen, welcher Kreditrahmen dem neuen Kunden gewährt wird. Hier kommt es auf Schnelligkeit bei gleichzeitiger Reduzierung finanzieller Ausfälle an. Hier steht und fällt letztendlich die Entscheidung, ob ein Neukunde ein Bestandskunde wird.

Genau diesen Bereich – die Buchhaltung in B2B-Unternehmen – haben wir mit unserer neuen Studie zum B2B-E-Commerce genauer unter die Lupe genommen. In der Studie aus 2016 wird analysiert, welchen Stellenwert der B2B-Online-Handel in den Unternehmen hat und welche Herausforderungen für den Finanzbereich der B2B-Unternehmen durch den E-Commerce entstehen.

Die Studie und alle ausführlichen Ergebnisse können hier kostenlos heruntergeladen werden:
 

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Wann und wie wurde die B2B-E-Commerce-Studie durchgeführt?


Befragt wurde eine Stichprobe von 253 Personen aus dem Finanzbereich in deutschen B2B-Unternehmen per Online-Fragebogen im Zeitraum vom 14. Juni bis zum 18. Juli 2016. Teilgenommen haben nur Personen, die im Unternehmen für den Finanzbereich entscheidungsbefugt sind.


Studienpartner waren:

• Bundesverband Creditmanagement e.V. (BvCM)
• EOS Deutschland GmbH – Geschäftsbereich B2B
• Künzelsauer Institut für Marketing
• VOTUM GmbH


Die wichtigsten Erkenntnisse aus der B2B-E-Commerce-Studie 2016


1) B2B-Unternehmen aus Deutschland sind für den E-Commerce noch nicht ausreichend gerüstet


➔ Nur 51,8 % der (befragten) B2B-Unternehmen haben bereits einen Online-Shop (S.9)
➔ Immer noch 20,1 % der befragten Finanzer messen dem B2B-E-Commerce eine sehr geringe Bedeutung bei (S.10)
➔ Nur 22% der Befragten fühlen sich mit Hilfe der vorhandenen Werkzeuge für den E-Commerce gerüstet (S.13)


Bedeutung des E-Commerce wird von großen Teilen noch als gering eingeschätzt

Von den befragten Unternehmen besitzen nur 51,8% bereits einen B2B-Shop. Das heißt, dass für fast die Hälfte der Unternehmen der Weg in den E-Commerce noch bevorsteht. Von den befragten Personen aus dem Finanzbereich der Unternehmen schreiben bisher nur ca. 43% dem E-Commerce eine hohe oder sehr hohe Bedeutung für das eigene Unternehmen zu. Sogar ca. 20% der Befragten messen dem B2B-Commerce eine sehr geringe Bedeutung bei.

B2B-E-Commerce Studie 2016: Bedeutung von E-Commerce

Wenn man nach der Bedeutung des B2B-E-Commerce für den Finanzbereich des Unternehmens fragt, werden die Zahlen sogar noch deutlicher: Nur 28,2 % der Probanden ordnen dem E-Commerce im Finanzbereich eine hohe Bedeutung zu, also 72 % sprechen ihm sogar nur eine geringe Bedeutung zu. Diese Erkenntnis ist überraschend, wenn nicht sogar erschreckend, da mit dem Anwachsen des B2B-E-Commerce gerade auch die Buchhaltung vor neue Herausforderungen gestellt werden wird und mit diesen umgehen muss. Hier wird in Zukunft eine Öffnung hinsichtlich der kommenden Herausforderungen auch im Finanzbereich der B2B-Unternehmen erfolgen müssen.

Unzufriedenheit mit den E-Commerce-Werkzeugen für die Buchhaltung

Geht es um die Mittel, die der Buchhaltung zur Verfügung stehen, um den E-Commerce zu managen, sieht es laut Studie nicht sehr positiv aus. (Hierbei geht es um Werkzeuge zum Management von Bonitäts- und Betrugsrisiken und dem Fällen von Kreditentscheidungen in Echtzeit.) Auf einer Schulnotenskala geben die Unternehmen eine 3,5 – also eine „Drei Minus“ (S. 14). Die Buchhaltungen der Unternehmen zeigen sich überwiegend unzufrieden mit den Tools, die ihnen bisher zur Verfügung stehen. Es besteht also noch Handlungsbedarf.

B2B-E-Commerce Studie 2016: Bewertung der Werkzeuge
 

2) Neukunden werden in B2B-Shops noch nicht zufriedenstellend bedient


➔ Nur 22% der Unternehmen können Kreditentscheidungen für Neukunden in Echtzeit treffen (S.17)

In nur ca. 50 % der befragten Unternehmen, die bereits eine Online-Shop haben, können auch Neukunden bestellen. Und wenn der Neukunde sich registrieren kann, dauert es wertvolle Zeit, bis er auch wirklich bestellen kann. Die meisten Unternehmen (78 %) sind nicht in der Lage Kreditentscheidungen für die Neukunden in Echtzeit zu treffen. Eine Anmeldung und sofortige Bestellmöglichkeit, wie Käufer es aus dem B2C-Bereich kennen, sind im B2B-Shop in der Minderheit (22%).


B2B-E-Commerce Studie 2016: Kreditentscheidungen bei Neukunden


3) Neue Zahlungsmethoden, wie PayPal und Kreditkarte werden im B2B-Geschäft wichtiger


➔ Nur 40% der Buchhalter haben bereits Erfahrung mit der Verbuchung von PayPal oder Kreditkarte (S.23)

Die Anforderungen der B2B-Kunden können mit denen von B2C-Kunden verglichen werden. B2B-Käufer sind die Funktionalitäten und Zahlungsmethoden aus dem B2C-Geschäft gewohnt und möchten auf diese auch im B2B-Business zurückgreifen. Kauf auf Rechnung, Lastschrift und Vorkasse gehören im B2B-E-Commerce zu den Standard-Bezahlarten. Kreditkarte und PayPal sind bisher noch nicht etabliert.


Welche Zahlungsarten werden in den B2B-Shops angeboten?

B2B-E-Commerce Studie 2016: Aktuelle Zahlungsmethoden

Künftige Bedeutung unterschiedlicher Zahlarten im B2B-E-Commerce

Die Befragten sehen die wachsende Bedeutung von neuen Zahlarten wie PayPal oder Kreditkarte. 79% der Teilnehmer gehen von einer wachsenden Bedeutung von PayPal aus, und 73 % bei der Zahlart Kreditkarte. Diese Annahmen decken sich mit der Vermutung, dass die B2B-Käufer ähnliche Funktionalitäten wie im B2C-Commerce erwarten.
Allerdings fehlt in den Buchhaltungen der B2B-Firmen noch die Erfahrung mit der Verbuchung der neuen Zahlmethoden. Nur 40% haben bereits Kenntnisse in der Verbuchung von PayPal und/oder Kreditkarte.


Fazit der B2B-E-Commerce-Studie

Mit dem Einzug des E-Commerce in den B2B-Bereich gehen Veränderungen in den Prozessen innerhalb der Unternehmen einher. Hier muss sich auch der Finanzbereich den Herausforderungen stellen. Es gibt bisher noch Luft nach oben vor allem im Bereich der Geschwindigkeit bei Kreditentscheidungen für Neukunden, sowie im Anbieten von Zahlarten, die sich bereits im B2C-Geschäft durchgesetzt haben.

Die Studie zum B2B-E-Commerce und den wachsenden Herausforderungen für den Finanzbereich in B2B-Unternehmen können Sie sich jetzt gratis herunterladen:
 
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4. Januar 2017

Über den Autor

Eva-Maria Karich ist Content- und Social-Media-Expertin bei VOTUM. Seit 2015 schreibt sie im Fokus E-Commerce regelmäßig über aktuelle Themen aus der Branche.
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  • Eva-Maria
  • Content Marketing & Social Media Managerin
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