Beyond Tellerrand in Düsseldorf 2017

Recap: Beyond Tellerrand 2017 in Düsseldorf

Am 15. und 16. Mai fand in Düsseldorf wieder die Entwickler- und Designer-Konferenz Beyond Tellerrand statt, die seit mittlerweile sechs Jahren überzeugt. In gewohnt familiärer und leidenschaftlicher Atmosphäre stellten insgesamt 13 Speaker verschiedene Themen aus den Bereichen UX/UI, Typografie und Frontend-Entwicklung vor. Wer sich nur über Standard-Webtechnologien informieren wollte oder lediglich schöne Designs erwartet hat, wurde auf der Beyond Tellerrand enttäuscht – denn den Besucher*innen wurde einiges mehr geboten. Wir waren dabei und wollen euch die Highlights kurz vorstellen.

Beyond Tellerrand 2017 in Düsseldorf: Unsere Highlights

An den beiden Konferenztagen fanden jeweils sechs bis sieben Vorträge statt, in denen die internationalen Speaker den Besucher*innen ihr Wissen und ihre Erfahrungen aus den unterschiedlichsten Fachbereichen vorstellten. Zwischen den etwa 45-minütigen Talks gab es ausreichend Gelegenheit, um sich bei Kaffee, Snacks und Erfrischungsgetränken mit den anderen Konferenzteilnehmer*innen auszutauschen. Obwohl die Themen insgesamt nicht so technisch fokussiert waren, haben wir dennoch viele Entwickler unter den Besucher*innen getroffen.

Breaking out of the Tetris mind set

Schon im Opening-Talk „Breaking out of the Tetris mind set“ von Christian Heilmann wurde deutlich, dass die Konferenz einen tiefgreifenderen, beinahe schon philosophischen Ansatz in der Arbeitswelt rund ums Web verfolgt. Er führte uns vor Augen, wie schnell wir uns ärgern, wenn etwas nicht funktioniert und wie wenig wir die Vorzüge des technologischen Fortschritts und die Bandbreite an Mitteln, die uns bei der täglichen Arbeit als Webentwickler*in zur Verfügung stehen, feiern.

Heilmann sprach außerdem darüber, wie schnell neue Technologien entstehen, die Probleme lösen sollen, die es ursprünglich eigentlich gar nicht gab und die dann am Ende zu Kontrollverlust und Frustration führen. Seiner Meinung nach sollten wir uns auf das bisher Erreichte besinnen, dieses würdigen, und Probleme außerhalb unserer Reichweite denen überlassen, die sowieso schon die Lösungen gefunden haben.

Optimale Performance jetzt und in Zukunft

Eher technisch-analytisch war der Vortrag „What we talk about when we talk about web performance“ von Patty Toland von der Filament Group in Boston. Immer mehr Menschen gehen online, Webseiten werden immer größer und die Bandbreite an internetfähigen Endgeräten steigt ins Unermessliche. Darum werden die Themen Performance und Geschwindigkeit im Web immer wichtiger. Patty analysierte in ihrem Vortrag die verfügbaren Internetgeschwindigkeiten in allen Teilen der Welt, welche Barrieren sich daraus für die Menschen vor Ort ergeben, und was wir als Entwickler*innen dafür tun können, diese Barrieren abzubauen.

Wie verteilt man möglichst viel Information mit möglichst wenig Datenverkehr? Wie erreicht man eine optimale Performance für verschiedene Zielgruppen mit unterschiedlich funktionierendem Zugang zum Internet? Diese und viele weitere Fragen hat sie aufgegriffen und beantwortet. Ihre Agentur stellt außerdem selbst entwickelten nützlichen Code aus aktuellen Projekten auf ihrer Website zur Verfügung, z.B. für Responsive Images.

Wer die Wahl hat, hat die Qual

Sehr interessant war außerdem der Talk „Evaluating Technology“ von Jeremy Keith. Ein aktuell besonders in der Javascript(-framework)-Welt heiß diskutiertes Thema ist das tägliche Erscheinen zahlreicher neuer Bibliotheken, Frameworks, Plugins und anderer Technologien. Dies stellt Entwickler*innen permanent vor die Qual der Wahl, welche Tools sie für ihre aktuellen Projekte einsetzen. Keith zeigte auf, was mögliche Entscheidungswege für den Einsatz von Technologien sind und wie man den Überblick hinsichtlich technischer Neuerscheinungen zumindest nicht ganz verliert.

Weitere Themen waren unter anderem:

  • individuelle Ansätze in der Visualisierung von Daten
  • Microservices für weniger schlaflose Nächte
  • Maschinenintelligenz und künstliche Kreativität

Wer es nicht zu der Veranstaltung geschafft hat, kann sich alle Talks in Ruhe auf dem Beyond Tellerrand Vimeo Channel anschauen.

Ein weiteres kleines Highlight der Konferenz war übrigens der DJ, der zwischen den Talks mit sichtlich viel Spaß und selbst produzierter Musik für gute Unterhaltung gesorgt hat. Während der Vorträge hat er die Speaker aufgenommen, geschnitten und die Sprachschnipsel in seiner Musik verarbeitet. Für die Beyond Tellerrand ist das ein Alleinstellungsmerkmal mehr und ein weiterer Grund, die Berliner Ausgabe im November diesen Jahres zu besuchen. Wir freuen uns schon auf die nächste Ausgabe!

18. Mai 2017

Über den Autor

Ricardo ist seit 2013 Frontenddeveloper bei VOTUM und schreibt den saubersten Code von allen. Er liebt es Dinge einfach zu halten, um dann auch bei komplexen Projekten niemals den Überblick zu verlieren.
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