SEO-Basics für Programmierer

Mit kleinen Kniffen besser ranken: SEO-Basics für Programmierer Teil 2

Ein Programmierer sorgt dafür, dass eine Website technisch einwandfrei läuft. Ein Programmierer mir Weitblick legt jedoch schon in der Entwicklung den Grundstein für ein verbessertes Ranking in den Suchergebnissen – er berücksichtigt zusätzlich einige SEO-Basics. Ob Text-Erläuterungen in den Metaangaben, Aufbau der Sitemaps oder Fehlermonitoring: im Team mit Content-Managern oder Online-Redakteuren sichern die Experten mit jedem einzelnen Schritt den Erfolg Ihrer Suchmaschinenoptimierung. Wir zeigen die wichtigsten Maßnahmen.

1. Optimieren Sie die Meta-Angaben

Die Metadaten-Optimierung zählt zu den Basics im OnPage-SEO: Füllen Sie Title-Tag, Metadescription und Keywords für jedes Unterverzeichnis sorgfältig aus. Wichtige Informationen wie Metadescription und Title-Tag sollten am besten vom CMS-Manager gepflegt werden. Ist Ihre Website zu umfangreich für eine händische Pflege aller Daten? Dann lassen Sie diese Angaben automatisiert befüllen, z. B. mit Name und Kurzbeschreibung des Produkts. In jedem Fall sollte die zulässige Zeichenzahl nicht überschritten werden, damit die Metaangaben komplett in den SERPs ausgespielt werden:

  • Title-Tag: max. 56 Zeichen
  • Keywords: max. 5 Keywords (kann aus mehreren, durch Leerzeichen getrennte Wörter bestehen, jedes einzelne Keyword wird durch Kommas getrennt)
  • Metadescription: max. 156 Zeichen, wenn Microdata ausgespielt werden max. 139 ZeichenÜbrigens: Versehen Sie auch alle Bilder mit Alt-Description, Title-Tag und Link-Titel. Das wirkt sich positiv auf die Suchmaschinenoptimierung aus.

2. Vergessen Sie die Sitemap nicht

Hinterlegen Sie eine Sitemap, um Crawlern den Aufbau Ihrer Domain zu kommunizieren. Ein Verzicht darauf kann sich negativ auf die Suchmaschinen-Performance auswirken! Sitemaps erleichtern dem Crawler nicht nur das Auslesen der Unterverzeichnisse, sondern erklären auch Hierarchien und zeigen verborgene Verzeichnisse auf. Sie sollten am besten täglich automatisch aktualisiert werden, so dass Änderungen in der URL-Struktur korrekt hinterlegt werden.

3. Halten Sie die URL kurz und knackig

Das URL-Design ist ein wichtiger Faktor im SEO-Ranking: Für User und für Suchmaschinen sind kurze URLs leichter zu lesen. Definieren Sie klar mit kurzen URLs, wo sich Ihre Besucher gerade befinden. Websites mit tief reichenden Hierarchie-Ebenen haben häufig Unterverzeichnisse mit einer zu tiefen oder redundanten URL-Struktur. Vermeiden Sie dort unbedingt Verschachtelungen oder – noch schlimmer – kryptische Zahlenspielerein! Legen Sie URLs an, die nur eine Ebene nach dem Hauptverzeichnis aufweisen und das Haupt-Keyword der jeweiligen Seite enthalten. Verzichten Sie für eine bessere Lesbarkeit auch auf Großbuchstaben in der URL.

Gut:
www.website.de/onpage-optimierung

Schlecht:
www.website.de/onpage-2014-OPTIMIERUNG-%9F3547cpx

4. Identifizieren Sie Fehlerquellen

Dem Bug auf der Spur: Websites mit komplexer Systemarchitektur können vielfältige Fehler produzieren. Mit der richtigen Software ist es leicht, ihre Quellen zu bestimmen und abzustellen. Wie man Fehler erkennt, nachverfolgt oder vermeidet:

Webservices nutzen

Dienste wie das Google Webmaster-Tool und Google Analytics sind wichtige Instrumente für die Webanalyse: Google Analytics dient der Auswertung von Userverhalten. Das Webmastertool dagegen bietet umfangreiche Möglichkeiten um Websitefehler, die Performance des Crawlers und seine Interpretation der Domain zu analysieren. Denken Sie daher rechtzeitig an die Anmeldung und Verifizierung einer neuen Website, um optimales Fehlermonitoring und Tracking zu gewährleisten.

Administratorenrechte einschränken

Schränken Sie Befugnisse sinnvoll ein: Viele Fehler lassen sich vermeiden, bevor sie entstehen. Jede Person mit Zugriff auf das Backend einer Website stellt eine potenzielle „Fehlerquelle“ dar. Dazu zählen neben Entwicklern und Webmastern z. B. auch Grafiker, Content-Manager oder der SEO-Spezialist selbst. Beschränken Sie also ihre Zugriffsberechtigungen. Eindeutig zugewiesene Kompetenzbereiche führen zu deutlich reduzierten Fehlern und deren schneller Behebung.

Änderungen lückenlos dokumentieren

Im Idealfall bietet das Backend die Möglichkeit, über Logfiles alle aufgetretene Fehler zu verorten und nachzuvollziehen. Ob sich die entsprechenden Einstellungsmöglichkeiten implementieren lassen, ist von der verwendeten Software abhängig.

Wenn Sie Fehler zeitnah identifizieren und beheben, senken Sie die Absprungrate frustrierter User, die statt der gewünschten Information oder anstelle eines Produktes z. B. eine 404-Fehlermeldung erhalten. Auch Suchmaschinen bewerten eine URL umso besser, je weniger Fehler sie finden.

5. Formatieren Sie Überschriften korrekt

Ganz klar – mit richtig formatierten Headlines hilft man der Suchmaschine, Hierarchien im Seiteninhalt zu erkennen. Verwenden Sie die h1-Überschrift auf jeder Seite nur einmal, denn das HTML-Tag hat eine zentrale Bedeutung in der SEO-Optimierung. Setzen Sie die Markierungen h1, h2, h3… etc. nicht für Sitewide-Elemente wie z. B. den Footer, denn das kann das Verständnis der Seiten-Hierarchie erschweren. Nutzen Sie solche Überschriften besser zur Strukturierung  des uniquen Inhalts der jeweiligen URL.  Wenn Sie daher Templates für Sitewide-Elemente übernehmen, müssen sie mit der Semantik der Unterverzeichnisse abgeglichen werden. Passen Sie diese Metaangaben am besten händisch für einzelne Seiten an.

Mit sauber programmierten Websites trägt die Entwicklungsabteilung genauso zur Sichtbarkeit im Netz bei wie der Content-Manager oder Online-Redakteur. Wenn Sie die Basics des OnPage SEO bereits bei der Programmierung beachten, schaffen Sie von Anfang an die besten Voraussetzungen für ein gutes Ranking bei Google & Co!

Technische OnPage-Optimierung ist ein essenzieller Bestandteil erfolgreichen Online-Marketings. Wir entwickeln individuelle Lösungen für Ihre Unternehmensziele. Kontaktieren Sie uns gerne für Ihre persönliche Beratung.

29. Juli 2014

Über den Autor

Torsten Vogler ist Experte für Content-Marketing und seit 2013 Online-Redakteur bei VOTUM. Für Fokus E-Commerce schreibt er regelmäßig über aktuelle Themen aus der Branche.
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