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12 SEO-Tipps für Online-Shops zum Download

Gefunden zu werden bedeutet, mehr zu verkaufen. Ist Ihr Angebot im Internet sichtbar genug? Überprüfen Sie Ihren Online-Shop mit unserer SEO-Checkliste! Wir nennen Ihnen die wichtigsten OnPage-SEO-Grundlagen und beschreiben die Besonderheiten für die SEO-Optimierung bei Online-Shops.

Zur Checkliste mit SEO-Tipps für Online-Shops

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Gerade erst hat eine Studie belegt, dass Suchmaschinen der wichtigsteSEO Checkliste: Tipps für Online-Shops Besucherkanal für Online-Shops sind. Aus diesem Grund ist es im E-Commerce heute wichtiger denn je, Inhalte optimal für Google & Co. aufzubereiten.

Neben den Grundlagen des SEO, wie sie für jede Website angewandt werden können, gibt es in Online-Shops zusätzliche Herausforderungen. Etwa wenn es darum geht, doppelten Content („Duplicate Content“) zu vermeiden.  Wir erklären, wie Sie Ihren Online-Shop für Suchmaschinen optimieren.

Wenn es etwas schneller gehen soll, finden Sie hier die Checkliste in Kurzversion zum Ausdrucken:


Zum PDF-Download „SEO-Tipps für Online-Shops“


1. Verifizierung & Fehleranalyse mit Google Search Console (vorher: Google Webmaster Tools)

Verifizieren Sie Ihren Online-Shop über die von Google angebotene kostenlose Search Console. Sie finden hier wichtige Hinweise, wie Google Ihren Online-Shop wahrnimmt sowie Hinweise von Google zu Optimierungspotenzialen Ihres Shops. In der Google Developers Sektion finden Sie außerdem Tipps, wie Sie Ihren Online-Shop für mobile Endgeräte optimieren können. Fehlermeldungen, die in der Google Search Console angezeigt werden, sollten Sie schnellstmöglich beheben.


2. Meta Tags: Title & Description einzigartig und aussagekräftig formulieren


Title Tags sollen zum Klicken anregen

Jede URL eines Online-Shops sollte einen einzigartigen Title Tag besitzen. Er wird im Head-Bereich einer Seite integriert und ist ein wichtiger Google-Rankingfaktor. Außerdem ist er das Erste, was der Kunde in den Google-Suchergebnissen von Ihrem Online-Shop sieht. Er sollte also möglichst gut den Inhalt der Seite beschreiben und zum Klicken anregen.

Ebenfalls sollte sich das Keyword im Title Tag befinden, für das die Shop-Seite primär ranken soll. Im Idealfall steht es am Anfang. Die Länge des Title Tags bestimmt Google Pixelbasis. Er sollte maximal 512 Pixel (49 – 58 Zeichen ohne Leerzeichen) breit sein. Mit 55 Zeichen sind Sie dabei in den meisten Fällen auf der sicheren Seite.

Tipp: Verwenden Sie für die Titel Tags Ihrer Produktseiten das Schema „Marke – Produkt –Shop-URL“.  Auch Call-to-Action-Begriffe wie „kaufen“ oder „online bestellen“ können Sie unterbringen.


Meta Descriptions beschreiben präzise den Inhalt der Seite

Die Meta Description beinhaltet eine etwas ausführlichere Umschreibung des Seiteninhalts und wird, wie der Title Tag, im Head-Bereich einer Seite hinterlegt. Suchmaschinen nutzen die in der Description enthaltenen Informationen für die Darstellung der Seite in den Suchergebnissen, daher sollte sie interessant wirken und zum Klicken animieren. Passt der Text nur unzureichend zur Suchanfrage, werden Sie weniger Kunden auf Ihren Online-Shop ziehen. Arbeiten Sie hier also so präzise wie möglich.

Stellen Sie sicher, dass die Description für den Inhalt relevante Suchbegriffe enthält. Google berechnet die maximal angezeigte Länge der Description wiederum mit 512 Pixeln. Mit maximal 139 Zeichen können Sie davon ausgehen, dass Ihre gesamte Beschreibung in den Suchergebnissen angezeigt wird. Mögliche Probleme mit Meta Titles und Descriptions bekommen Sie in der Google Search Console angezeigt.


3. URL-Design: prägnante Links nutzen

URLs sollten möglichst aussagekräftig sein. Verwenden Sie einzigartige sprechende URLs, die keine kryptischen Parameter, sondern sprechende Begriffe enthalten. Sie sind für den Kunden leichter zu verstehen.

Beispiel für eine sprechende URL: https://www.online-shop.de/schuhe/sneakers

Verwenden Sie Produktnamen und Kategorien, aber auch relevante Suchbegriffe. Mithilfe wichtiger Keywords kann die Suchmaschine die Seiteninhalte leichter identifizieren. Vermeiden Sie aber eine exzessive Verwendung von Suchbegriffen. Achten Sie zudem darauf, Sonderzeichen und Umlaute entsprechend umzuschreiben, z. B. „ä“ zu „ae“ oder „ß“ zu „ss“.


4. HTML-Überschriften: nur eine <h1>-Überschrift vergeben

Überschriften dienen zum einen der sinnvollen Gliederung des Seiteninhalts. Der Nutzer kann sich mit ihrer Hilfe besser orientieren. Zum anderen nutzen Suchmaschinen wie Google sie, um den Inhalt der Seite zu bewerten. Für Ihren Online-Shop können Sie alle Überschriften von <h1> bis <h6> zur Strukturierung verwenden.

Die <h1>-Überschrift darf nur einmal je Seite vorkommen. Sie sollte das Hauptthema der Seite zusammenfassen sowie ganz oben auf der Seite platziert werden. Versehen Sie die <h1>-Überschrift zudem mit dem Hauptkeyword der jeweiligen Seite. Für den übrigen Seiteninhalt verwenden Sie nur die Überschriften <h2> bis <h6>. Achten Sie darauf, die Überschriften-Tags in einer logischen Struktur anzulegen, d. h. setzen Sie nach der <h2>-Überschrift keine <h6>-Überschrift, sondern fahren Sie mit <h3> fort. Elemente in der Sidebar und im Footer sollten nicht mit <h>-Tags versehen werden.


5. Bilder-SEO: Bildnamen optimieren

Stellen Sie sicher, dass die Bilder in Ihrem Online-Shop (Produktfotos, Logos, Artikelbilder) immer bezüglich Bildgröße, Dateinamen und Verwendung von Keywords optimiert sind. Es sorgt für ein besseres Ranking in der Bildersuche von Google und zieht zusätzliche Kunden auf Ihren Online-Shop.


Bild-URL

Die richtige Benennung der Bilder schon vor dem Upload ist wichtig. Geben Sie den Bildern einen sprechenden Dateinamen, der sich am Hauptkeyword orientiert. Sie können hier zum Beispiel Markennamen und Produktnamen verwenden: „adidas-sneaker-rot“.

Verzichten Sie allerdings auf exzessives Keyword-Stuffing. Das heißt, stopfen Sie den Dateinamen nicht nur mit Suchbegriffen voll, sondern verwenden Sie sinnvolle Kombinationen, die dem Bildinhalt entsprechen.


Dateiformat für Bilder

Bisher gibt es keine Anhaltspunkte dazu, welches Dateiformat Rankingvorteile mit sich bringt. Verwenden Sie ein gängiges Format wie JPEG oder PNG.


Bildgröße

Auf Produktseiten in Online-Shops kommen schnell viele Bilder zusammen. Optimieren Sie die Dateigröße, um Ihre Ladezeiten gering zu halten. SEO-Blogger Martin Missfeldt nennt als Faustregel mindestens 320 Pixel und maximal 1.280 Pixel pro Bildkante. Sind Ihre Produktbilder zu klein, werden sie in der Suchmaschine schlechter gerankt.

Tipp:  Sorgen Sie mit Ihren Produktbildern für ein positives Kauferlebnis. Kunden möchten sich das Produkt nicht mehr nur auf einem statischen Bild ansehen, sondern per Zooming und 3D einen besseren Eindruck von dem Artikel erhalten, den sie kaufen möchten.


ALT- und Title-Attribut

Vergeben Sie für alle Bilder Ihres Online-Shops ein ALT-Attribut (Alternative-Attribut). Das Attribut wird angezeigt, wenn das jeweilige Bild im Browser nicht angezeigt werden kann. Es sollte kurz und knapp den Bildinhalt wiedergeben.

Da auch die Suchmaschinen-Crawler das ALT-Attribut nutzen, um den Inhalt des Bildes zu erfassen und das Bild zu ranken, sollte die Angabe so präzise wie möglich sein und das Hauptkeyword enthalten. Oft reichen zwei bis drei Wörter. Vermeiden Sie auch hier das Keyword-Stuffing. Da Online-Shops über eine große Menge an Bildern verfügen, sollten Sie das Befüllen des ALT-Attributs so weit wie möglich automatisieren.

Das Title-Attribut wird als Tool-Tipp angezeigt, wenn der Nutzer mit der Maus über das Bild fährt. Es gibt damit zusätzliche Informationen zum Bild. Nutzen Sie hier auch das Hauptkeyword und verwenden Sie eine andere, gerne etwas längere Formulierung als beim ALT-Attribut.


6. Pagespeed überprüfen: Website-Geschwindigkeit zählt

Pagespeed beschreibt die Ladezeit einer Website bzw. eines Online-Shops. Hier gilt, je schneller desto besser, denn kein User wartet gerne. Eine gute Ladezeit hat positive Auswirkungen auf die Conversion und somit auf die Umsätze von Online-Shops. Zudem wertet Google den Pagespeed als Rankingfaktor – seit 2009 ist dieser in der Google Search Console einsehbar. Online-Shops, die schnellere Ladezeiten als ihre Wettbewerber aufweisen, erhalten bevorzugt ein höheres Ranking.

Folgende Punkte helfen, den Pagespeed Ihres Online-Shops zu optimieren:

  • HTTP-Requests verringern
  • Nur ein CSS-Stylesheet verwenden
  • Wenige JavaScript-Dateien verwenden
  • Bilder für das Web optimieren
  • Serverseitiges Caching verwenden
  • Gzip-Komprimierung nutzen
  • 301-Weiterleitungen reduzieren

Tipp:  Das Google-Tool „PageSpeed Insights“ hilft dabei, Optimierungspotenzial hinsichtlich der Ladezeiten Ihres Online-Shops zu identifizieren.


7. Paginierung: Die wichtigsten Produkte auf der ersten Kategorieseite

Um Produkte in Kategorien übersichtlich anzuzeigen, greifen Online-Shops in der Regel auf eine Paginierung zurück. Die erste Seite spielt dabei die wichtigste Rolle, hier finden sich zum Beispiel Topseller oder reduzierte Artikel – alles, was viel Umsatz bringen soll.

Damit Suchmaschinen die Verbindung zwischen den paginierten Kategorieseiten begreifen und die erste Seite einer Kategorie als die wichtigste erkennen, sollten Sie die Attribute rel=“next“ und rel=“prev“ implementieren. Die Angaben werden im Head-Bereich einer Seite angelegt. Sie teilen den Suchmaschinen damit die jeweilige Vorgänger- und Nachfolgerseite mit und welche die wichtigste, die erste Kategorieseite ist.


8. Duplicate Content mittels Canonical Tag reduzieren

Duplicate Content (doppelter Inhalt) entsteht, wenn gleicher oder sehr ähnlicher Inhalt unter verschiedenen URLs aufrufbar ist, etwa wenn der Online-Shop

  • über verschiedene URLs erreichbar ist (www.domain.de, domain.de, www.domain.de/index.html )
  • mit Slash und ohne Slash aufrufbar ist (Trailing Slash): domain.de/ und domain.de
  • mit Klein- und Großschreibung aufrufbar ist: Domain.de und domain.de
  • auch als https-Variante abrufbar ist: http://domain.de und https://domain.de

Für Suchmaschinen-Crawler ist es sehr schwer, den von Ihnen bevorzugten Inhalt zu identifizieren. Zur gezielten Eindämmung von doppelten Inhalten in Ihrem Online-Shop können Sie den Canonical-Tag verwenden. Er wird im Head-Bereich einer Seite oder über den http-Header angelegt und verweist auf die „kanonische“ (die bevorzugte) URL. Suchmaschinen werten die Angabe als Empfehlung und folgen ihr. Nur die kanonischen URLs werden in den Suchmaschinenindex aufgenommen.


9. Unique Content: Individuelle Produktbeschreibungen erstellen


Google erkennt, wenn Sie einfach nur die Beschreibungen der Herstellerseite kopieren. Minimieren Sie die Anzahl an Standard-Produktbeschreibungen und erstellen Sie möglichst viele einzigartige – also unique – Produkttexte, die sich positiv auf das Ranking auswirken.


Tipp:  Fangen Sie am besten mit Ihren wichtigsten Produkten an – die, die am meisten verkauft werden. Dabei sollten Sie vom Kunden häufig genutzte Begriffe und Suchanfragen als Keywords mit in Ihren Text und die Überschriften einbinden.


10. Rich Snippets nutzen


Snippets sind kleine Textausschnitte einer Website, die in den Suchergebnissen dargestellt werden. Diese bestehen aus dem Meta Title, der Meta Description und der Seiten-URL. Rich Snippets erweitern diese Darstellung um neue Elemente, z. B. Bewertungssterne oder Preisangaben.

Die Verwendung von Rich Snippets ist für Online-Shops unbedingt empfehlenswert, da auf diese Weise Produktdaten und Kundenbewertungen direkt auf der Suchergebnisseite angezeigt werden. Dadurch können Sie sich positiv von Ihrer Konkurrenz abheben und höhere Klickraten erzielen. Damit die Suchmaschine weiß, welche Daten für die Rich Snippets verwendet werden können, müssen Sie diese im Quellcode Ihres Shops auszeichnen.

Schema.org (eine Initiative verschiedener Suchmaschinenkonzerne) bietet eine große Sammlung an HTML-Tags und Markups, die zur Auszeichnung von Informationen in Ihrem Online-Shop genutzt werden können. Implementieren Sie diese im Quellcode, so lesen die Suchmaschinen diese strukturierten Daten aus. Eine Alternative zu Schema.org bietet der „Data Highlighter“ in der Google Search Console. Dessen Nutzung macht ein Eingreifen in den Quellcode obsolet. Das Tool selbst markiert relevante Daten auf einer Seite.


11. Redirects: Nicht verfügbare URLs weiterleiten


In Online-Shops ändert sich das Produktangebot täglich– neue Produkte kommen hinzu, nicht mehr verfügbare Produkte fallen weg. Stellen Sie auf jeden Fall sicher, dass Ihre Kunden und die Suchmaschine nicht auf fehlerhafte Seiten treffen. Legen Sie für defekte oder fehlende URLs eine permanente Weiterleitung mit Hilfe des 301-Redirects an. Er signalisiert der Suchmaschine den Wechsel der alten URL zu einer neuen URL.

Die neue Seite, auf die der Redirect verweist, sollte für die gleichen Keywords relevant sein. Sie können beispielsweise auf relevante Kategorieseiten oder auf ähnliche Produkte weiterleiten. Wenn ein altes Produkt durch eine neue Version abgelöst wird, leiten Sie idealerweise auf die neue Produktversion weiter.

Tipp:  Der 301-Redirect wird in der .htaccess-Datei (Serverkonfigurationsdatei) oder im Backend Ihres Online-Shops angelegt.


12. Sitemap anlegen


Helfen Sie Google, den Aufbau Ihres Online-Shops zu verstehen, indem Sie eine Sitemap anlegen. Nutzen Sie hierfür das auf einem XML-Standard basierende Sitemap-Protokoll und hinterlegen Sie die Sitemap in der Google Search Console. Sie können auch in der robots.txt auf die Sitemap verweisen, um sie allen Suchmaschinen zugänglich zu machen.

Tipp:  Damit Suchmaschinen Ihre Sitemap problemlos verarbeiten können, sollten Sie diese auf max. 50.000 URLs und die Dateigröße auf max. 10 MB begrenzen.


Fazit:

Es gibt so einige Stellschrauben, an denen Sie drehen können, um mit Ihrem Online-Shop bessere Suchmaschinenplatzierungen zu erzielen. Einige davon sind essenziell und relativ einfach umzusetzen. Andere erfordern mehr technisches Know-how.

Alle genannten SEO-Maßnahmen sind nicht in Stein gemeißelt, da Google & Co. ihre Rankingalgorithmen regelmäßig ändern. Das bedeutet, dass die Suchmaschinenoptimierung für Ihren Online-Shop keine einmalige Sache, sondern ein fortlaufender Prozess ist. Aus diesem Grund ist es auch ratsam, SEO-Experten an Bord zu holen bzw. extern zu beauftragen. Sie haben einen tieferen Einblick in das Gebiet der Suchmaschinenoptimierung und halten sich über Updates und Änderungen auf dem Laufenden. Wir empfehlen, das Thema SEO nicht stiefmütterlich zu behandeln, da die Sichtbarkeit in Suchmaschinen und ein entsprechendes Ranking in den Suchergebnissen über den Erfolg Ihres Online-Shops entscheiden kann.

Laden Sie hier eine kurze Version zum Ausdrucken unserer SEO-Tipps für Online-Shops herunter!




15. September 2015

Über den Autor

Eva-Maria Karich ist Content- und Social-Media-Expertin bei VOTUM. Seit 2015 schreibt sie im Fokus E-Commerce regelmäßig über aktuelle Themen aus der Branche.
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  • Content Marketing & Social Media Managerin
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